Fräulein Smillas Gespür für Schnee (Peter Høeg). Ein kleiner Junge grönländischer Abstammung ist vom Dach einer Lagerhalle in Kopenhagen gesprungen. Fräulein Smilla setzt sich als Lebensaufgabe, herauszufinden, warum ihr kleiner Freund dies tat, trotz Höhenangst. Neben der reinen Krimihandlung, die an sich schon interessant genug wäre, geht es um die skurrile Persönlichkeit Fräulein Smillas und um das komplizierte Verhältnis zwischen Dänemark und Grönland.
Die unendliche Geschichte (Michael Ende) gehört zu den Büchern die einen Menschen verändern können. Den Leser so stark in das Buch einzubeziehen, daß er denkt, selbst in Fantásien gewesen zu sein, ist eine großartige Idee. Leider wurde die Geschichte verfilmt. Zugegebenermaßen ist der erste Teil kein schlechter Film, aber die Aussage des Buches ("Tu was du willst") kommt einfach nicht durch.
Sinuhe, der Ägypter (Mika Waltari) ist die Geschichte eines Arztes im alten Ägypten als tragische Figur. Gibt neben der Spannung gute Einblicke in die Kultur und Denkungsweise zur Zeit Pharao Echnatons.
Der Name der Rose (Umberto Eco) handelt von einer Mordserie in einem Kloster des 12. Jahrhunderts. Gut recherchierter geschichtlicher Hintergrund, spannend und lehrreich. Schön verfilmt mit Sean Connery und Christian Slater in den Hauptrollen.
Die Säulen der Erde (Ken Follet) beschreibt den Bau einer Kathedrale in England des frühen Mittelalters. Aber durch die enthaltenen Schicksale und Intrigen ist es das bis jetzt mitreißendste Buch, das ich kenne. Leute, keine dicken Bücher mögen, verpassen viel.
Dinas Buch (Herbjørg Wassmo) erzählt die Geschichte einer selbstbewussten Frau, die auf den Vesterålen vor ca. 200 Jahren einen Hof leitete. Hier werden die gravierenden gesellschaftlichen Zwänge des alten Nordnorwegens eindrücklich und tragisch beschrieben.
Namutoni (Immo Vogel). Dieser Roman mit authentischen Eckdaten gibt einen tiefen und spannenden Einblick in den Weg Namibias in die Unabhängigkeit. Ein junger Deutscher besucht eine Farmerfamilie in Südwestafrika für ein Jahr. Dabei gerät er in die Fronten zwischen Schwarz und Weiß sowie zwischen Südafrika und die namibische Befreiungsfront (SWAPO). Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre für alle, die eine Reise nach Namibia unternehmen wollen.
Der Ruf der Kalahari ertönt von den Hyänen, Löwen und Antilopen, deren Verhalten das Autorenehepaar Mark u. Delia Owens in der großen Wüste in Botswana erforscht. Es ist ein beeindruckender Erlebnisbericht, der mit den Vorurteilen über die wilden Tiere liebevoll und spannend aufräumt und auf ökologische Missstände aufmerksam macht.
Viele sind bestimmt verwundert, daß ich die Werke Es und The Body von Stephen King unter diese Rubrik sortiere. Aber ich kenne kaum einen Autor, der die Freundschaft zwischen Jugendlichen so einfühlsam und realistisch darstellen kann wie dieser berüchtigte Horrorroman-Verfasser, der in vielen Geschichten durch diese Bezeichnung einfach einen falschen Stempel aufgedrückt bekommen hat.
Ein Bewohner des alten Chinas erfindet mit einem Freund zusammen eine Zeitmaschine, mit der sich sich in das heutige China versetzen wollen. Einer von ihnen wagt das Unternehmen und landet ... im heutigen München. Von dort schreibt er Briefe in die chinesische Vergangenheit. Herausgekommen ist eine geniale Satire, in der sich Autor Hans Rosendorfer die Möglichkeit schafft, völlig unverblümt der deutschen Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten.
Asterix ist immer eine Empfehlung wert. Auch wenn ihn schon jeder kennt.